Der Entwurf der Erd-Charta war Bestandteil der UN-Konferenz in Rio de Janeiro 1992, wo er zunächst noch erfolglos blieb.
1994 starteten Maurice Strong, Generalsekretär des Earth Council (Rat der Erde) und Michail Gorbatschow, Präsident des "Green Cross International" (Grünes Kreuz), eine neue Erd-Charta-Initiative. In einem weltweiten Konsensprozess unterschiedlichster Gruppierungen und Einzelpersonen verschiedenster Kulturen und Nationen wurde nach einer gemeinsamen Ethik gesucht.
1995 wurde eine Erd-Charta-Kommission und das Erd-Charta-Sekretariat in Costa Rica gegründet.
1996 entstand der erste und 1999 der zweite Textentwurf, der 2000 nach abschließenden Änderungen verabschiedet und veröffentlicht wurde.
1997 entstand ein internationales "Drafting Commitee", dieses begleitete den Konsultionsprozess. Die Entwicklung des Dokuments reflektiert den Fortschritt des weltweiten Erd-Charta-Dialoges. Bei dem Rio+5 Forum begann die internationale Verteilung der Erd-Charta als Teil des Konsultationsprozesses
1999 Die Schweiz nimmt den Begriff Nachhaltigkeit in die Bundesverfassung auf Art. 2 Abs 2 und 4 "für die .dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen" Art. 73 über Umwelt und Raumplanung, dannach haben Bund und Kantone "ein auf die Dauer ausgewogenes Verhältnis zwischen der Natur und ihrer Erneuerungsfähigkeit und ihrer Beanspruchung durch die Menschen andrerseits" anzustreben.
2000 Millennium Gipfel New York 29. Juni Veröffentlichung der final Version der Erd-Charta im Friedenspalais in Den Haag
1. Juni 2002: Die ÖIEW, ökumenische Initiative eine Welt, stellt als deutsche Koordinierungsstelle der Erd-Charta-Initiative einen hauptamtlichen Koordinator ein Kongress in Bern Nachhaltige Entwicklung macht Schule. Macht die Schule nachhaltige Entwicklung?, www.education21.ch und www.globaleducation.ch
2002 August-September: Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg
2002 Dezember: UNVollversammlung beschliesst eine Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005-2014, die Erdcharta wird von der UNESCO als wichtiges Instrument empfohlen.
Ideen und Werte der Erd-Charta fundieren auf Wissenschaft, Völkerrecht, Religionen und philosophischen Traditionen. Sie stammen aus den Erklärungen und Berichten der sieben UN-Gipfeltreffen, die in den 1990er Jahren stattfanden, aus den globalen ethischen Bewegungen, aus zahlreichen Erklärungen von Nicht-Regierungs-Organisationen und verschiedenen Verträgen, die in den letzten 30 Jahren geschlossen wurden sowie aus den guten Beispielen im Aufbau nachhaltiger Gemeinschaften.
Eine neue Phase der Initiative begann mit dem offiziellen "Stapellauf' der Erd-Charta im Friedenspalast in den Haag am 29. Juni 2000. Die Botschaft der Initiative, die nun vorankam, ist, auf den folgenden ethischen Grundlagen eine nachhaltige globale Gesellschaft aufzubauen: Achtung vor der Natur, Einhaltung der universellen Menschenrechte, Eintritt für ökonomische Gerechtigkeit und Frieden.






